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Nach Covid: Die Zukunft der Community Care neu denken

Die Covid-19-Pandemie hat der kommunalen Sozialfürsorge in Europa einen herben Schlag versetzt. Diejenigen, mit denen wir im Rahmen unserer Dokumentation der Pandemieauswirkungen gesprochen haben, sagen sehr deutlich, dass die Sozialfürsorge nicht nur schlecht auf die Krise vorbereitet war, sondern dass die Maßnahmen, als sie getroffen wurden, nicht ausreichend waren und zu spät kamen. In unserer Reihe von Covid-19-Webinaren, die wir 2020 mit den Verantwortlichen in den sozialen Diensten und in der Sozialfürsorge sowie mit den Zuständigen für Planung, Beauftragung und Verwaltung durchgeführt haben, wurde uns bei vielen Gelegenheiten berichtet, dass die Sozialfürsorge gefühlt keine Priorität besessen habe. Auch seien die Richtlinien oft unpräzise gewesen und es habe an personellen und finanziellen Ressourcen gemangelt, und wenn diese vorhanden waren, seien sie nur langsam eingetroffen.

Da in den vergangenen Jahren zu wenig investiert wurde, fehlte es an der notwendigen Ausstattung, um die Krise zu bewältigen. Hinsichtlich der Maßnahmen kamen Richtlinien, Ressourcen und finanzielle Unterstützung zu spät, um die Krise zu bewältigen, was wiederum Fragen zur zukünftigen Finanzierung der Community Care aufwirft. In den Medien wurde über die daraus resultierende inakzeptable Anzahl von Todesfällen in Pflegeheimen und den Tod von viel zu vielen Pflegekräften berichtet – all dies wirft ethische Fragen auf, die geklärt werden müssen.

Tatsächlich bestand eine der zentralen Herausforderungen darin, sicherzustellen, dass Nutzerinnen und Nutzer sozialer Pflegedienste und die sie betreuenden Pflegekräfte angemessen unterstützt werden. Das System der Sozialfürsorge in den Gemeinden ist fragmentiert, die Betreuung wird von Tausenden von Anbietern erbracht. Dies kann zwar eine Stärke sein, aber auch eine Herausforderung hinsichtlich der Koordination darstellen. Um in der Krisenvorsorge künftig an einem Strang ziehen zu können, wäre ein Zugriff auf Echtzeitdaten über das Geschehen in den verschiedenen Sozialdiensten mithilfe geeigneter digitaler Technologien enorm wichtig.

Zu den Auswirkungen der Krise zählt auch, dass sie das tiefe Ausmaß an Ungleichheit in unserer Gesellschaft aufgedeckt hat, wobei nicht nur ältere Menschen, sondern auch schutzbedürftige Kinder und Frauen, Obdachlose, Erwachsene mit Lernbehinderungen und Menschen mit sehr niedrigem Einkommen unverhältnismäßig stark betroffen waren. Die Beseitigung von Ungleichheiten muss bei allen zukünftigen Reformen Priorität haben, wenn wir die Sozialfürsorge in den Gemeinden neu aufstellen wollen.

Für die zukünftige Krisenvorsorge müssen Lehren gezogen werden. Wir sollten eine verstärkte Berücksichtigung der gemeindenahen Pflege anstreben, die die persönlichen Bedürfnisse und Beziehungen in den Mittelpunkt der praktischen Arbeit sozialer Dienste stellt. Während die Politik zunehmend darauf abzielt, die Gesundheits- und Sozialfürsorge so umzugestalten, dass die Menschen in gewohnten Umfeld erreicht werden, sollte sich der Schwerpunkt auch auf frühe, wirksame Interventionen für Kinder und ihre Familien, junge Menschen und auf eine proaktive Hilfe für Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen und ihre Familien verlagern. Ziel der Konferenz ist es, die zukünftige Planung und Erbringung der gemeindenahen Pflege neu zu denken. Sie will anhand von Beispielen Inspirationen schaffen, Veränderungen anstreben und bessere Ergebnisse für Kinder und Familien, junge Menschen, ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten und Menschen mit psychischen Problemen oder mit Behinderungen anstreben.

Beschäftigung in einer veränderten Community Care

Fachkräften aus dem Sozialwesen kommt eine Schlüsselposition im Wandel der Community Care zu. Wie sollten wir angesichts der Covid-19-Krise die Ausbildung, Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit in der Community Care neu denken?

Community Care: ein ‘verborgener’ Wachstumsmotor

Wir wollen die Community Care über die Coronakrise hinaus neu aufstellen, wobei Kosteneffizienz bei Investition in die Community Care durchaus möglich ist. Müssen wir die Finanzierung der Community Care neu denken?

Ethische Grundsätze der Community Care

Covid-19 hat zu einer inakzeptablen Anzahl von Todesfällen in Pflegeheimen geführt, und viel zu viele Pflegekräfte sind gestorben. Inwieweit wird uns diese Situation dazu bringen, die ethischen Grundsätze der Community Care neu zu denken?

 

Die Rolle von Technologien im Wandel der Community Care

Wir haben erkannt während der Covid-19-Krise erkannt, wie Technologie dazu beitragen kann, die gemeindenahe Pflege zu verbessern. Wie kann Technologie dabei helfen, die Community Care hinsichtlich einer zukünftigen Krisenvorsorge neu zu denken?