Podiumsdiskussionen

Podiumsdiskussion 1 | 10. Juli 2020 | 10:15 - 11:45

‚Kein Kind zurücklassen!‘: Europäische Beispiele der integrierten Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien


Text available in:         

Präsentationen: Deutsch, Englisch
Übersetzung: Deutsch, Englisch

Worin bestehen die politischen und finanziellen Anreize zur Förderung von präventiven Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien? Welche Formen der integrierten Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien können auf andere Länder übertragen werden? Dies sind einige der Fragen, die auf der Podiumsdiskussion behandelt werden. Auf der Veranstaltung, die von der Bertelsmann Stiftung geleitet und moderiert wird, wird eine Studie über Maßnahmen und Anreize zur Verbesserung lokaler Präventionsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien in zwölf europäischen Ländern vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zudem Informationen über spezifische Maßnahmen und Praxiserfahrungen aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden erhalten.

1. Nachbarschaftsbasierter integrierter Ansatz zur Stärkung von Familien in Graz, Österreich

Ines Pamperl, Leiterin des Ärztlichen Dienstes, Amt für Jugend und Familie, Stadt Graz, Österreich

2. SAFJ: Ein auf Gemeinschaft, Familien, Kinder und Jugendliche ausgerichteter Ansatz in Hamburg, Deutschland

Holger Stuhlmann, Leiter des Amtes für Familie, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Freie und Hansestadt Hamburg, Deutschland

3. Bilanz der Kinder- und Familienreformen in den Niederlanden

Caroline Vink, Politikberaterin, Niederländisches Jugendinstitut

4. Zusammenarbeit zwischen nationalen und kommunalen Behörden zur Förderung eines erfolgreichen Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt in Wien, Österreich

Ursula Berner, Abgeordnete zum Wiener Landtag, Österreich

 

Podiumsdiskussion 2 | 10. Juli 2020 | 10:15 - 11:45

Förderung von Selbsthilfe und gemeindenaher Hilfe


Text available in:         

Präsentationen: Englisch, Spanisch, Deutsch
Übersetzung: Englisch, Spanisch, Deutsch

Während es bei der Selbstpflege um den Einzelnen geht, der sich um seine eigenen Bedürfnisse kümmert, zielt die Community Care auf die Gemeinschaft ab: gemeinsame Betreuung von Menschen – von den physischen Grundbedürfnissen bis hin zu den psychischen. In dieser Veranstaltung wird eine der tragenden Säulen der Community Care untersucht: die Unterstützung für den Einzelnen durch die Gemeinde sowie die Frage, wie die Gemeinde dem Einzelnen helfen kann, die eigenen Fähigkeiten zu stärken und Selbsthilfe zu fördern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung werden Informationen über die Bedarfsanalyse der Nationalen Behörde für Gesundheit und Wohlfahrt in Schweden erhalten, die es dem Einzelnen ermöglicht, die eigenen Ressourcen stärker zu nutzen, um sich an den Aktivitäten der Gemeinde zu beteiligen. Das Empowerment des Einzelnen hat sich positiv auf die Beteiligung älterer Menschen im Baskenland (Spanien) ausgewirkt. Die Region setzt einen Plan für ältere Menschen um, in dem unter anderem ein erfolgreicher Dialog mit allen Beteiligten in der Gemeinde im Zentrum steht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung werden außerdem erfahren, wie Santa Casa da Misericórdia de Lisboa an den persönlichen und sozialen Fähigkeiten junger Menschen aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, um ihnen den Übergang ins Erwachsenenleben zu erleichtern. Schließlich werden der Elternverein Leben mit Behinderung Hamburg und das soziale Dienstleistungsunternehmen Balance Wien aufzeigen, wie ‚Unterstützerkreise‘ ein unterstützendes Netzwerk um Menschen mit geistigen Behinderungen aufbauen können.

1. Förderung der Selbsteinschätzung zur Erreichung der eigenen Bedürfnisse, Ziele und Erfolge

Erik Wessman, Programmbeauftragter, Nationale Behörde für Gesundheit und Wohlfahrt, Schweden

2. Modell zur Beteiligung älterer Menschen an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten im Baskenland

Lide Amilibia, stellvertretende Regionalministerin für Sozialpolitik, Baskenland, Spanien

3. Autonomie und Gemeinschaftsintegration: Unterstützung junger Menschen aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe beim Übergang ins Erwachsenenleben

João Bicho, Teamleiter Gemeinschaftsintegration, Santa Casa da Misericórdia de Lisboa, Portugal

4. Unterstützerkreise: Aufbau unterstützender Netzwerke für Menschen mit geistigen Behinderungen

Céline Müller, Projektmanagement, Wunschwege, Leben mit Behinderung Hamburg, Deutschland

 

Podiumsdiskussion 3 | 10. Juli 2020 | 10:15 - 11:45

Safeguarding in der Community Care: Menschen schützen, Sicherheit schaffen


Text available in:         

Präsentationen: Englisch, Spanisch, Deutsch
Übersetzung: Englisch, Spanisch, Deutsch

Safeguarding, also institutioneller Schutz, bedeutet, Menschen, die soziale Dienste in Anspruch nehmen, vor Schädigungen zu schützen und effektiv zu reagieren, falls diese eintreten. Anhand von Beispielen aus Malta, Großbritannien, Spanien und Irland werden auf dieser Podiumsdiskussion verschiedene Maßnahmen des Safeguardings besprochen, die von den sozialen Diensten in ganz Europa im Rahmen der Community Care ergriffen werden. Zunächst wird es um die Bedeutung einer angemessenen Schulung der Beschäftigten hinsichtlich menschenrechtsbasierter Ansätze zur Verhinderung von Vernachlässigung und Missbrauch hilfsbedürftiger Erwachsenen gehen, wobei konkrete Beispiele aus Irland und Großbritannien vorgestellt werden. Anschließend werden Vertreter der Maltesischen Behörde für Standards in der Sozialfürsorge einen Überblick geben, wie ihre Arbeit zur Einführung der Blockchain-Technologie in Adoptionsverfahren verlief und wie die Sicherheit von Kindern und zukünftigen Eltern gewährleistet wird. Schließlich wird der Katalanische Ethik-Ausschuss für Sozialdienste aus seiner Arbeit berichten. Dieser wurde mit dem Ziel eingerichtet, die Beschäftigten der sozialen Dienste darin zu unterstützen, ein Betreuungsmodell für hilfsbedürftige Menschen zu entwickeln, das im Einklang mit einem menschenrechtsbasierten Ansatz steht. Genauer gesagt, dem Recht der Menschen, sich aktiv in die Gemeinde einzubringen und sich an den sie betreffenden Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

1. Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verhinderung von Missbrauch von Erwachsenen mit Lernbehinderungen

Herculano Castro, Bereichsleiter, Mentaur Group, Großbritannien

2. Unterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Umsetzung eines menschenrechtsbasierten Ansatzes in der Community Care

Deirdre Connolly, Leiterin Standardentwicklung, Behörde für Gesundheitsinformationen und Qualität (HIQA), Irland

3. Sicherheit bei der Einführung der Blockchain-Technologie in Adoptionsverfahren

Matthew Vella, Geschäftsführer, Behörde für Standards in der Sozialfürsorge, Malta

4. Der Katalanische Ethik-Ausschuss für Sozialdienste: Einbeziehung von Dienstleistungsnutzerinnen und -nutzern in Entscheidungsprozesse

Francesc Iglesies, Koordinator des Katalanischen Ethik-Ausschuss für Sozialdienste und Staatssekretär für Soziales und Familie, Regionalregierung von Katalonien, Spanien

 

Podiumsdiskussion 4 | 10 Juli 2020 | 10:15 - 11:45

Langzeitpflege: Europaweite Herausforderungen für die Beschäftigten und aktuelle Entwicklungen


Text available in:         

Präsentationen: Englisch, Deutsch
Übersetzung: Englisch, Deutsch

Die Zukunft von Einrichtungen der Langzeitpflege (LTC) wird wahrscheinlich mit personellen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert sein, was sowohl auf Länder mit relativ gut entwickeltem Zugang zur LTC zutrifft, als auch auf diejenigen, die einen entsprechenden Zugang aufbauen bzw. verbessern wollen. Der in Kürze erscheinende Eurofound-Bericht zur Beschäftigung in der Langzeitpflege wurde von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben und stützt sich auf Ergebnisse der Europäischen Erhebung über Arbeitsbedingungen, der Arbeitskräfteerhebung sowie auf Beiträge von Eurofound-Vertretern in den EU-Ländern. Sein Schwerpunkt liegt auf den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Langzeitpflege, wobei insbesondere Herausforderungen und lösungsorientierten Maßnahmen bezüglich selbständigen, migrantischen und im Haushalt lebenden Pflegekräften hervorgehoben werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Möglichkeit haben, mit den Referenten über die Verbesserung von Fachwissen und Dienstleistungsqualität, die praktische Umsetzung des sozialen Dialogs und Berufsaussichten zu diskutieren, mit dem Ziel, Langzeitpflege für die Beschäftigten attraktiver zu gestalten.

1. Eurofound: Erste Ergebnisse der Studie zur Beschäftigung in der Langzeitpflege

Tadas Leončikas, Leitung Forschungsmanagement, Referat für Sozialpolitik, Eurofound

2. Kommentar der Europäischen Kommission

Anmerkungen zu den Herausforderungen für Beschäftigte in der Langzeitpflege von Katarina Ivankovic-Knezevic, Direktorin für soziale Angelegenheiten in der Europäischen Kommission, GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Integration

3. Stellungnahme von Sachverständigen

Kai Leichsenring, Geschäftsführer des European Centre for Social Welfare Policy and Research

4. Verbesserung der häuslichen Pflege zur stärkeren Entlastung informeller Pflegekräfte, ein Beispiel aus Finnland

Maria Kuukkanen, Entwicklungsmanagament, Finnischer Dachverband der Pflegevereinigungen – Nationales Institut für Gesundheit und Wohlfahrt, Finnland (THL)